Wiedersehen mit dem Meer

Mein alljährlicher Vorsatz mindestens einmal im Jahr das Meer zu sehen, wiederholt sich mit der noch offenen Variation, wo wird mich 2024 der beruhigende Ton aus Meeresrauschen erreichen.

Im mit Höhen und Tiefen verrauchten 2023 war ich in Blanes, nähe Barcelona, Spanien auf den Spuren von Roberto Bolaño (1953 – 2003). Dieser hat nach dem Pusch (1973) in Chile in dieser Küstenstadt seine Exilheimat gefunden. Ebenso prägend für seinen Gedichtband Die romantischen Hunde und insbesondere seine Romane Die wilden Detektive und 2666 war Mexiko, als Teil der Jugend, in der aus Interessen im Idealfall Tugenden entstehen.

Ich habe meinen letzten Gedichtband (2023, Moloko Print) als Hommage Im Anflug – on approach Bolañomania genannt, weil seine Romanwelten voller Poeten mir Abenteuer näher brachten und in mir das Feuer weckten mich zu poetisieren. Als Lyriker, weil zuvor schrieb ich Drehbücher und die Verfilmung des titelgebenden Gedichts von meiner ersten eigenständigen Buchveröffentlichung Meer, reif & verwegen – Mar, maduro y atrevido (2022, Chili Verlag) ist nunmehr frisch ausgewählt worden beim Lift-Off Filmfestival.

Der Poertyclip von Franz Indra und mir ist 3 Minuten lang und wird nach der Filmfestivalauswertung auf meinem Meerfilm YouTube Channel zu sehen sein.

Jüngst entschieden habe ich nun Vorfreude auf das Wiedersehen mit Freunden und Lyrikinteressierten bei meiner für diesen August angedachten Meer-Bolañomania-Lesereise. Von meinem place to be Ostfildern, nähe Stuttgart will ich in Köln, meinen Cousin und einen Kulturort „bespaßen“, dann weiter ans belgische Meer und gen Norden nach Hamburg (die alte Wahlheimat) und weiter nach Flensburg, wo mittlerweile ein guter Amigo aus HfbK-Zeiten lebt. Ich bin offen für weitere Stops auf Anfrage – Einladung, da ich aber „nur“ zwei maximal drei Wochen Zeit habe für die Reise, mal sehen ob es in dem Zeitraum passt. Komme ansonsten gerne mit meiner Poesie übers Wochenende zu einer Lesung an einen der vielen Kulturorte in meinem Vaterland. Das Meer meines Mutterlandes Chile steht erst für 2025 wieder auf meiner Bucket List.

Stille Nacht, heilige Nacht

Ich wünsche allen frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches 2024.

Zeit der Zärtlichkeit 

Nächtelang lag ich wach. 

Habe dich erwartet und gewartet

auf eine Nachbehandlung 

meiner Narben mit deinen Farben.

Tagelang dachte ich an die machtvollen Nächte

die wir auf Verdacht geteilt haben

und in denen du Liebe verteilt hast

als sei diese unendlich. 

Lesung am Samstag 16.12.2023 im Kunstverein Neuhausen

Im Rahmen vom „Schwarzmarkt“ des Kunstverein Neuhausen auf den Fildern (KVN) lese ich am Samstag 16.12.2023 ab 15.30 zusammen mit Pola Polanski und Boris Kerenski.

Der KVN „Schwarzmarkt“ mit u.a. meinen Gedichtbänden beginnt bereits diesen Samstag 2.12.2023 um 13 Uhr und ist an den Wochenenden bis 17.12.2023 jeweils 13 bis 17 Uhr zu besuchen, sowie auch die Ausstellung The Guerilla Art Action Group – Revisted.

Zur Einstimmung ein Gedicht von mir, passend zur hoffentlich nur äußerlich kalten Jahreszeit. Schöne Vorweihnachtszeit und bis bald 🙂

Sozialverständnis

Patrioten sind für mich Idioten,

die meinen der Park gehört ihnen.

Oder ganz extrem, die behandeln ihre Partner 

als seien sie ein Parkplatz. 

Im Anflug – on approach Bolañomanía is out now

Teils dreisprachig (dt. / español / engl.) und in Fragmenten eine Hommage an den Autor Roberto Bolaño (1953 – 2003) sind die Gedichte in weiten Teilen ein Anflug auf Chile, das Geburtsland von Bolaño und das Mutterland von Matthias Santiago Staehle.

Liebe ist Manie heißt es in einer Zeile, aber was ist Manie? Diese Poesie ist fiebrig, gierig auf Leben und ebenso vorsichtig und neugierig am Suchen. Dabei versuchend Worte zu finden für das Empfinden von Liebe, Heimat, Traum und Tod.

Im Anflug – on approach Bolañomania (trilingual Lyrik fragmentos) ist erschienen bei Moloko Print (165 Seiten, 15 Euro, Juli 2023). Bestellbar beim Verlag oder bei mir – dem Autor (auf Wunsch mit Widmung).

Back in the Länd, Ostfildern

Von Donnerstag 27.4. bis Sonntag 30.4. habe ich eine wunderbare Zeit auf der Leipziger Buchmesse verbracht, Danke – Gracias, freu mich sehr insbesondere Menschen der Lyrikwelt näher kennengelernt zu haben, nachdem ich bisher nur ihre Worte oder sie als z.B. „Buchmacher“ kannte. Ein paar Impressionen sind bei Instagram and feel free and invited to follow me. See you, nos vemos, auf bald 🙂

Frohe und poetische Ostertage

und alle Gute fürs Eier suchen mit hoffentlich auch die Welt der Gedichte besuchen.

Ich hatte jüngst das Vergnügen Carolin Callies, Nico Bleutge und Thilo Krause, moderiert von Nadja Küchenmeister im Literaturhaus Stuttgart zu lauschen. Ebenfalls dort hat Dinçer Güçyeter mich (und diesen Ort) mit „Unser Deutschlandmärchen“ (Roman) beglückt. Anders entzückend war die Lyrik-Lesung von Mathias Jeschke in Vaihingen, zusammen mit einem brasilianischen Gitarristen. 

Ich selbst lese und lade hiermit herzlich dazu ein am Samstag 6.5. um 20 Uhr in der Galerie remise Bukarest (Stuttgart, Gänsheidestr. 41 a, Hinterhof), am Samstag 20.5. um 19 Uhr im Kultspace 2.0 in Münsingen (schwäbische Alb, „nähe“ Reutlingen), am Sonntag 25.6. um 15 Uhr im Kunstverein Neuhausen (auf den Fildern) und in meiner Geburtsstadt Esslingen am Mittwoch 28.6. im Rosen’s Lyrik-Sommer-Salon (Spinnerei, Maile 4). Darüber hinaus sind weitere Lesungen angedacht u.a. im Café Ché, im Tearoom e.V. ( beides Stuttgart, Leonhardsviertel) und in meinem alten Heimathafen Hamburg. 

Ich bin offen für (Gruppen-)Lesungen und Kollaborationen mit z.B. Musikern und mit u.a. der Lyrikerin Julia Mantel (u.a. „Wenn du eigentlich denkst, die Karibik steht dir zu“ Gedichtband, 2021, Edition Faust, Frankfurt) bin ich auch schon in Kontakt. Mein Gedichtband „Im Anflug – on approach Bolañomania“ sollte spätestens Juli bei Moloko Print erschienen sein. Bueno, in Moloko höre ich das Wort loco heraus, das im Spanischen für u.a. verrückt steht und freu mich schon sehr mein lyrisches „Bolañofieber“ in die (Kultur-) Welt zu tragen.

Im Anflug – on approach Bolañomania

wird mein nächster Gedichtband heißen und Mai/Juni bei Moloko Print erscheinen. Der Titel ist ein Verweis auf Roberto Bolaño, der dieses Jahr 70. Geburtstag hat, allerdings 2003 und somit vor 20 Jahren verstarb. Insbesondere im 1. Kapitel HOMEnaje – Hommage erweise ich meinem Lieblingsautor (u.a. 2666, die wilden Detektive, Stern in der Ferne und die romantischen Hunde – Gedichtband) die Ehre. Die folgenden 5 Kapitel sind dann in vielerlei Hinsicht ein Anflug und am stärksten in Kapitel 2 einer auf Chile, das Geburtsland von Bolaño und mein Mutterland. Weiterfliegend oder bedingt zurückfliegend ist Kapitel 3 eine Annäherung an das jung oder zu jung Sterben, verbunden mit Erinnerungen an m:einen HfbK-Kommilitonen, der noch jünger als Bolaño verschied. Aber ich unterstelle auch mir und meinen Gedichten einen Anflug Bolañomania, der sich zeigt im Aufgreifen von den Motiven Traum, Vagabundieren und Hantieren mit Liebe als Utopie, die eine Spur Ironie enthält, wissend die Liebe zu be:greifen wird nie gelingen. Last but not least ist Manie ein mannigfaltiges Motiv, angefangen damit, Bolaño und mich in Schüben als workaholic einschätzend, was bereits in meinem lyrischen Fragment im Konkursbuch 58 – Arbeit (2022) anklingt. Einen Gipfel im kommenden Buch erreicht meine Wahnsinnspoesie in m:einer Gedichtzeile: Liebe ist Manie.

Meine finale dreisprachige Fassung ist beim Verlag und aktuell wird das Buch mit noch Illustrationen von einem amerikanischen Künstler gestaltet. Die Bücher von Clemens Schittko und Mathias Jeschke sind letztes Jahr bei Moloko Print erschienen und empfehle überaus die Lektüre dieser geschätzten Lyrik-Kollegen.

Mein nächster Gedichtband

erscheint aller Voraussicht nach im Juni bei Moloko Print. Ich freue mich sehr und bald mehr zu dem Buch mit dem Untertitel trilingual Lyrik fragmentos, dass im Vergleich zu Meer, reif & verwegen – Mar, maduro y atrevido (Oktober 2022, Chili Verlag) nicht komplett zweisprachig (deutsch und spanisch) sein wird, sondern aus dreisprachigen Fragmenten mit auch englischen Teilen besteht, wovon der Folgende ein kleines Bruchstück ist.

Nevertheless to guess, if it’s love, let’s me express: all press is good press.

Zander oder Lachs?

Letztes Jahr hat Dincer Gücyeter für seinen Gedichtband siehe Bild, den Peter Huchel Preis gewonnen und dieses Jahr Judith Zander für ihren Gedichtband im ländchen sommer und im winter zur see.  Die aktuelle Huchel-Preis-Debatte um Zander kann ich nicht so ganz verstehen, aber würde tierisch darauf stehen, wie vermute ich – vermutlich alle „Zander-Kritiker“, diesen „SWR-Preis“ aufgetischt zu bekommen, als Latino-Schwabe in dieser für manche 5. Jahreszeit. Frohe Fasnet (Süddeutsch für Fasching und Karneval ) oder frohes ist mir Lachs (Norddeutsch für ist mir egal). 

Ernsthafter Fakt, entsprungen einem Akt in der 5. Jahreszeit. Das ansteckende Lachen und das ausgelassene Lallen, verknallen sich auf einem Fasnetsball. Nach Monden voll Augenblicken tritt augenblicklich Ernesto in ihr Weltall. Die Zukunft, nicht nur der närrischen Zunft, verspricht lustig zu werden.